Baukultur wird heute europaweit als integraler Bestandteil der Gemeindeentwicklung betrachtet. Kompetente Verwaltung und Politik nutzen dieses Potenzial, und gerade in  ländlich geprägten Städten und Gemeinden muss Baukultur auch „Chefsache“ sein. Im aktuellen Baukulturbericht der deutschen Bundesstiftung für Baukultur wird festgehalten, dass es für die Zukunft ländlicher Orte wesentlich sein wird, deren Ortsbild baukulturell zu stärken. Damit geht einher, dass regionale Materialien und Formen bei allen Neubauten und Freiräumen sensibel eingefügt und berücksichtigt werden.

Ähnliche Ansätze finden sich im Landesentwicklungsprogramm Burgenland 2011. Dort wird gefordert, dass historisch gewachsene Ortskerne in ihrer Funktionsfähigkeit und -vielfalt dauerhaft erhalten und aufgewertet werden. Ebenso sollen in neuen Siedlungsgebieten zeitgenössische Architektur und Freiraumgestaltung ihren Platz finden und auf hohem Niveau realisiert werden. Baukultur kann somit Antrieb zu einer gemeinsam gelebten lokalen Identität wie auch deren Ergebnis sein. Im besten Fall hat sie eine positive Auswirkung auf die Entwicklung von Wirtschaft und Tourismus einer Gemeinde.